Endlich 1. Mai...am Kanal auf Barsch, Zander und...
Heute morgen sprang ich pünktlich um halb 7 aus dem Bett um die endlich beendete Schonzeit auszunutzen.
Ich fuhr also nach Denstorf und wollte dort den Räubern ans Leder, da dort aber nur Karpfenangler rumsaßen, die den ganzen See mit Schnüren durchzogen, ging ich dann doch rüber an den Stichkanal.
Ich probierte so ziemlich alles aus. Wobbler, Spinner, Blinker, Gummis am Jig oder am T-Rig. Es tat sich eigentlich nix. Zwei vorsichtige Bisse hatte ich auf einen kleinen Gummifisch, aber das war´s dann auch schon wieder, also wechselte ich die Kanalseite. Gleich der erste Wurf brachte nen Minibarsch, der aber kurz vor meinen Füßen ausschlitzte. Dann....nichts.
Dann sah ich zwischen zwei Anlegepollern einen Schwarm Jungfische, also montierte ich schnell nen kleinen 3,5er Kopyto und überwarf den Schwarm. Dann ging ein mächtiger Schlag durch meine Skeet Reese und Schnur pfiff nur so durch Wasser..."ach du sch...." ging mir nur durch den Kopf und der Fisch riss weiter Schnur von der Rolle. Meine Rute formte schon einen Halbkreis, als mein Gegner plötzlich wieder in die an der Richtung schwamm. "Mordsvieh" aber was mag das wohl sein? Es dauerte einige Minuten biss ich erahnte was es sein könnte und dann gab es einen Schwall an der Oberfläche und ich sah einen mächtigen schuppigen Rücken. "Das kann doch nicht wahr sein" Es war schon wieder ein Karpfen und diesmal ein richtig Dicker.
Keine Ahnung wie lange der Drill dauerte, aber ich schätze ihn mal auf 10 Minuten. Mein Nachbarangler machte schon große Augen und kam dann herüber als ich den Rüssler in den Kescher geführt hatte. Er war so nett und machte ein Foto von mir und dem Dicken. Danke nochmal an "Peter" das stand zumindest auf seinem Fahrrad!!
Das Messen ergab stolze 76cm. Absoluter PB bei Karpfen und der größte Fisch der letzten Jahre. Nach Schätzungen von Karpfenprofis aus diversen Foren wiegt der Fisch ca. 13-15 Pfund...
Nachdem ich ihn versorgt hatte durfte er natürlich wieder schwimmen. Da hat er nochmal Glück gehabt.
Und Tschüss....
Ich weiß ja nicht was in diesem Jahr los ist, aber meine Raubfischfänge halten sich dieses Jahr noch schwer in Grenzen. Vielleicht sollte ich auf Karpfen umsatteln, da bin ich momentan nämlich irgendwie erfolgreicher. Kurios finde trotzdem, dass die Karpfen im Moment so räuberisch veranlagt sind. Naja, kommen auch wieder andere Tage und so´n fetter Karpfen an der leichten Rute macht richtig Spaß und ... kein Schneider...